Wenn man an das Jüngste Gericht denkt, so denkt man sofort an drei Meisterwerke der Kunst: Das Jüngste Gericht der Sixtinischen Kapelle in Rom, das von Michelangelo Buonarroti (1536–1541) ausgearbeitet wurde, das Jüngste Gericht in der Scrovegni-Kapelle in Padua, das von Giotto di Bondone (1267–1337) ins Leben gerufen wurde und das Jüngste Gericht in der Basilika San Francesco in Assisi, das von Cesare Sermei aus Orvieto (1609–1668) gemalt wurde. In Italien sind diese Werke jedoch nicht die Einzigen. Bemerkenswert sind auch das Jüngste Gericht auf der Insel Torcello, in der laguna morta von Venedig in der Kirche Santa Maria Assunta und im dem von Luca Signorelli (1441-1523) im Dom von Orvieto. Im Prinzip ist Italien übersät mit Giudizi finali (Sg. Giudizio finale), wie das Jüngste Gericht auf Italienisch heißt.
